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Alex Neumayer
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Acht Monate bedingt

12.03.2010, 16:52 - Mildes Urteil im Verfahren zu den tödlichen Schüssen von Krems.

Im Fall des von einem Polizisten letzten Sommer während des Einbruchs in einem Supermarkt tödlich in den Rücken getroffenen 14-jährigen Burschen gab es heute eine überraschende Wende. Während sich der angeklagte Polizist noch zu Prozessbeginn am Landesgericht Korneuburg für unschuldig hielt, bekannt er sich heute überraschend für schuldig und meinte "Ich habe wahrscheinlich überreagiert".

Der Polizist wurden nun wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen für schuldig befunden und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Damit kommt der Polizist mit einer Strafe davon, die am untersten Rand des Strafmaßes liegt und zudem keine unmittelbaren Auswirkungen auf seinen Job hat. Dies wäre erst bei einer Strafe von einem Jahr der Fall gewesen. Nun liegt es in der Hand der Disziplinarbehörden der Polizei allfällige dienstliche Konsequenzen zu verhängen.

Was soll man davon halten? Während der zweite Jugendliche wegen Einbruck monatelang in Untersuchungshaft war, kommt der Polizist wegen schulhafter Tötung unter besonders gefährlichen Umständen ohne einen Tag Haft davon. Stimmen Sie dem Urteil zu oder haben wir vielleicht gar eine Zweiklassenjustiz?

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zu diesem Artikel gibt es 5 Kommentare
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andreas winter andreas winter schrieb am
18.08.2010, 23:56

8 Monate und ein Tag

Glaubst du nicht,dass der Polizist zeit seines Lebens eine härtere Strafe zu leiden hat?

Recht bestimmt den Weg - den zu bestreiten unwürdig ist.
Oder sollte jemand über All dein Vergehen Richtung sitzen ?
Wenn Ja-zeige mir diesen

Wenn nein - lass den Stein los !

andreas winter andreas winter schrieb am
12.03.2010, 22:46

wer in irgendwelchem Namen

nimmt diesem Herrn die Last von den Schultern?
Genau.
Niemand.
Fehler gemacht.
Im Dienst.Immer auf der Jagt.

Und wer von euch verurteilt ihn härter ?

Barbara Hauser Barbara Hauser schrieb am
12.03.2010, 20:57

zweigeteilter Meinung

Ich bin zweigeteilter Meinung dazu:
Einerseits ist fraglich wer den Beruf der Polizisten ausführen wollen sollte wenn er stets in der Angst leben muss, beruflich das Richtige verkehrt zu machen .

Andrerseits gibt es eine Vielzahl sensibler Berufe die gleichzeitig viel Stärke abverlangen, bei welchen Fehler möglichst vermieden werden sollen.

Dass dies - überall wo Menschen arbeiten - nicht immer möglich ist, zeigen zahlreiche Ärztefehler, Juristen, Pharmazeuten, selbst Starkstromtechniker arbeiten eine 40 Stundenwoche in Anspannung - vieles kann nachhaltig negativ oder gar tödlich sein.

Es ist wahrscheinlich gleichzeitig ein Segen für uns, hier nicht eingebunden zu sein und kein Urteil sprechen zu müssen.

Und für den betroffenen Richter ein Fluch, seinen Job tun zu müssen .

der Grieche der Grieche schrieb am
12.03.2010, 17:21

Freispruch

wer in der Nacht in einen Supermarkt einbricht, muß mit Konsequenzen rechnen. Auch mit den Schlimmsten.

Wofür soll der Polizist überhaupt bestraft werden? Weil er seinen Job gemacht hat und in Panik und Lebensgefahr vielleicht falsch reagiert hat.

Sollte er erst warten, bis ihm selbst eine Kugel trifft, oder ein Messer im Hals steckt.

Es war sicher eine ungeplante Ausnahmesituation. Aber Exekutive heisst halt exekutieren, wenn dabei ein Mensch stirbt ist das tragisch aber möglich.

Hätte der Bursche diese Nacht mit Freunden in der Disco oder zuhause verbracht, statt einzubrechen, würde er noch leben, oder?

Daher Freispruch für den Polizisten. Sonst macht dieses Beispiel Schule.

Link
Wolfram Pesendorfer Wolfram Pesendorfer schrieb am
12.03.2010, 17:40

ja genau

gesetze sind eh unnötig. abgeschaffte todesstrafe auch. einfach alle von hinten in den rücken erschießen an ort und stelle, wenn sie davon laufen! kurzer prozess mit einbrechern. spart kosten in den ohnehin überforderten gerichten!

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